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Suzuki Swift: Ein Lifestyle-Japaner zum Sparpreis

Foto: interPress

(dtd). Der Suzuki Swift ist seit vielen Jahren ein echter Hit in seiner Klasse. Nun steht der Nachfolger mit drei und fünf Türen ab 10.990 Euro bei den Händlern. Auf den ersten Blick sieht er kaum anders aus, die Designer haben die Außenhaut nur sehr behutsam aufgewertet. Auch die vierte Generation bleibt der bewährten Linie treu, wirkt weiterhin überaus sympathisch und begehrenswert. "Statt Revolution wollten wir Evolution“, erzählte uns Chefdesigner Tetsuya Ozasa. Doch unter der Karosserie ist fast alles anders.

Viel Platz für alle

Mit gut 3,9 Meter Länge kommt der Neue ein Stück länger als sein Vorgänger daher, auch der Radstand wuchs von 2,39 auf nunmehr 2,43 Meter. Das garantiert jetzt auch im Fond (mehr Kniefreiheit) viel Platz und Komfort, sorgt andererseits für eine sportliche Straßenlage. Auf unseren Testfahrten begeisterte der knufflige Japaner selbst anspruchsvolle Autofahrer. Der Innenraum wurde komplett überarbeitet, ist jedoch ebenso sportlich wie bisher. Das ausgewählte Material und die Verarbeitungsqualität ist deutlich hochwertiger. Instrumente und Schalter sind tadellos platziert, lassen sich leicht und verwechslungsfrei bedienen. Viele nützliche Ablagen konnten ebenfalls überzeugen, die Vordersitze boten guten Halt. Trotz kompakter Abmessungen bietet der Wagen ebenfalls reichlich Platz für das Gepäck. Voll besetzt steht ein für diese Klasse großzügiges Ladevolumen von 210 Litern bereit, maximal sind es 902 Liter. Der Gepäckraum ist angenehm hoch, sogar ein großer Koffer passt stehend rein.

Zwei Motorisierungen

Zur Markteinführung gibt es den Swift zuerst als Benziner (94 PS, 118 Nm), ein Diesel (75 PS, 190 Nm) folgt im Dezember. Der 1.3 DDiS spurtet in 12,7 Sekunden auf 100 und weiter bis 165 km/h. "Ende 2011 folgt noch eine stärkere Sportvariante“, erzählt uns Chefingenieur Naoyaki Takeuchi beim Abholen des Testautos. Unserem Benziner-Testkandidat reichten 12,1 Sekunden bis 100, er packte auf Autobahnen ebenfalls 165 km/h. Sein Motor hing gut am Gas und drehte willig hoch. Bei Überholvorgängen auf Landstraßen mussten wir jedoch meist einen Gang runterschalten, um schnell vorbeizukommen. Beide Motoren lassen sich im Alltag erfreulich sparsam und umweltfreundlich bewegen. Dem Diesel reichen bei rücksichtsvoller Benutzung des Gaspedals und vorausschauender Fahrweise knapp über fünf Liter, der Benziner benötigt knapp einen Liter mehr. Auf unseren teilweise recht zügigen Testfahrten notierten wir am Ende 6,2 Liter Super. An diesem guten Wert war ebenfalls das Start-Stopp-System beteiligt (macht den Motor beim Halt z.B. vor roten Ampeln aus). In der Ausstattung "Comfort" ist diese Sprit-Spar-Hilfe Bestandteil der Serienausstattung.

Erstklassig bestückt

Auch sonst ist die Bestückung bestens gelungen – auch beim Thema Sicherheit. So haben alle Swift sieben Airbags und ESP mit an Bord, ebenfalls elektrische Fensterheber und eine Funk-Zentralverriegelung. In unserer Variante Comfort dürfen sich die Besitzer z.B. auch über ein CD-Radio mit Lenkradfernbedienung, Alufelgen, Klimaautomatik, Tempomat, "Keyless-Start (schlüsselloses Einsteigen, Starten mit Startknopf), Lichtsensor und Sitzheizung vorne freuen.

Fazit:

Der Suzuki Swift sieht nicht nur Klasse aus, er fährt sich auch so. Punkten kann er zudem mit seiner attraktiven Kostenseite und einer Top-Ausstattung.

Autor: Achim Stahn


Technische Daten

Modell: Suzuki Swift 1.2 Comfort
Getriebe: Fünfgang
Antrieb: Frontantrieb
Motor: Vierzylinder (Euro 5)
Hubraum: 1.242 ccm
Leistung: 69 kW/94 PS
Drehmoment: 118 Nm (4.800 U/min)
CO2-Emission: 113 g/km
0-100 km/h: 12,1 Sekunden
Höchsttempo: 165 km/h
Testverbrauch: 6,2 Liter Super
Tankinhalt: 45 Liter
Kofferraum: 210 bis 902 Liter
Preis (5-Türer): ab 14.990 Euro
Internet-Infos: www.suzuki.de
Serienausstattung (Auswahl): ABS, ESP, 7 Airbags (inkl. Fahrer-Knieairbag) Bremsassistent, elektrische Fensterheber (4)/Außenspiegel (beheizt), Fahrersitz/Lederlenkrad höhenverstellbar, Klimaautomatik, CD-Radio mit Lenkradbedienung, Isofix, Sitzheizung vorne, Keyless-Start, Colorglas, Tempomat, Lichtsensor, Funk-Zentralverriegelung

Unser Testurteil

Das gefiel besonders:

+  fahrfreudige Abstimmung
+  Motor mit Start-Stopp-System
+  übersichtliches Cockpit
+  variabler und leiser Innenraum
+  schöne Karosseriefarben
+  üppige Serienausstattung
+  sieben Airbags an Bord
+  hochwertige Innenraumoptik
+  attraktive Preise

Verbesserungsbedürftig:

  nur 5-Gang-Getriebe
  Allrad und Diesel erst ab Dezember
  scharfe Kanten Türablagen

Suzuki Swift: Ein Lifestyle-Japaner zum Sparpreis