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Autos werden sparsamer

Expertentipp: Der Trend bei Neuwagen geht in Richtung Benzindirekteinspritzung

Foto: djd/Bosch, Gasoline Systems/thx

(djd). Gut für die Haushaltskasse und gut für die Umwelt: Technische Weiterentwicklungen machen Autos immer sparsamer. Das senkt die Kosten und sorgt zugleich für bessere Emissionswerte. Worauf man beim Kauf eines neuen oder gebrauchten Benziners achten sollte, erläutert Dr. Stefan Kampmann, Mitglied des Bereichsvorstands Gasoline Systems bei Bosch.

Wohin geht der Trend bei sparsamen Benzinern?

– Ganz klar zur Benzindirekteinspritzung. Vor wenigen Jahren waren Fahrzeuge mit dieser Technik noch eine Seltenheit, heute gibt es Angebote in nahezu allen Fahrzeugsegmenten, vom Kompaktfahrzeug über den Familien-Van bis zur Limousine der Oberklasse. Bei dieser Technik wird der Kraftstoff direkt in den Zylinder eingespritzt – ohne Umweg über ein konventionelles Saugrohr. In der Verbindung mit einer Turboaufladung verbrennt der Kraftstoff effizienter, der Verbrauch sinkt spürbar. Gleichzeitig profitieren Autofahrer von einem höheren Drehmoment und damit mehr Fahrspaß.

Welche Vorteile bringt das für den Autofahrer?

– Der Verbrauchsvorteil aus Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung und kleineren Motoren liegt nach unseren Berechnungen bei etwa 15 Prozent im Vergleich zu einer Saugrohreinspritzung.

Geht die Kraftstoff-Einsparung nicht zu Lasten der Beschleunigung und der Fahrfreude?

– Ganz im Gegenteil: Moderne Benzinmotoren weisen hohe Drehmomentwerte bereits bei niedrigen Drehzahlen auf. Das Resultat sind ein kräftiger Durchzug und genug Leistungsreserven für Überholvorgänge. Der Fahrspaß kommt nicht zu kurz.

Worauf sollten Autokäufer achten?

– Sie sollten beim Autokauf bewusst auf spritsparende Technologien achten. Die Benzin-Direkteinspritzung macht nicht nur reine Verbrennungsmotoren effizienter, sondern ist die ideale Grundlage für die Elektrifizierung des Ottomotors. Mit der optimalen Auslegung für das Downsizing macht sie kompakte Motoren mit wenigen Zylindern möglich, die durch einen elektrischen Antrieb ergänzt werden. Der Verbrennungsmotor kann in weniger effizienten Laufphasen durch den E-Motor unterstützt oder ganz abgeschaltet werden.

Downsizing: Kleiner ist feiner

Foto: djd/Bosch, Gasoline Systems/123RF

Neben dem Umstieg auf Motoren mit Benzindirekteinspritzung geht der Trend bei Neuwagen zum sogenannten Downsizing: Motoren werden generell kleiner konzipiert, um Emissionen zu mindern und Kraftstoff zu sparen. Zwei Beispiele: Statt großer V6-Sechszylinder kommen heute immer häufiger Vierzylinder-Motoren zum Einsatz, in Klein- und Kompaktwagen wird von vier auf drei Zylinder reduziert. „Dank Benzindirekteinspritzung und Turboaufladung bleiben Durchzug und Elastizität dabei voll erhalten“, erklärt Bosch-Experte Dr. Stefan Kampmann.

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