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Die Zukunft fährt elektrisch

Foto: djd/Bosch, Gasoline Systems

(djd). Heute noch Exoten auf unseren Straßen, dürften sie in den kommenden Jahren zunehmend mehr zum alltäglichen Straßenbild gehören: Autos, die bei geringer Geschwindigkeit fast ohne Geräusche mit einem Elektromotor angetrieben werden und somit Kraftstoff einsparen und die Umwelt schonen. Bei einem Hybridantrieb wird der konventionelle Verbrennungsmotor um einen E-Antrieb ergänzt. Nicht nur im Premium-Bereich, sondern auch in beliebten Mittelklasse-Modellen sind solche Hybrid-Modelle im Kommen – bis hin zum weltweit ersten serienmäßigen Diesel-Hybrid.

Übergang zur E-Mobilität

„Der Wandel hin zur Elektromobilität beginnt. Wir werden in den kommenden Jahren einen deutlichen Anstieg der Hybridfahrzeuge am Bestand der Neuwagen sehen“, sagt der Bosch-Experte Simon Czerny. „Nachhaltigkeit, geringer Verbrauch und Umweltfreundlichkeit rücken bei Kaufentscheidungen weiter in den Vordergrund“, beobachtet er ein wachsendes Interesse der Autokäufer an alternativen Antrieben.

Geringere Emissionen und Fahrspaß müssen sich dabei nicht widersprechen, so der Experte: Gerade Hybrid-Modelle bieten mit dem zusätzlichen Elektromotor eine hohe Durchzugskraft bereits bei niedrigen Drehzahlen – ideal um beispielsweise im Stadtverkehr flott voranzukommen. Zugleich können die Verbrennungsmotoren kleiner ausfallen, was mit Verbrauchs- und Emissionssenkungen von 25 bis 30 Prozent verbunden ist. Zusätzlicher Kraftstoff wird durch die Start-Stopp-Funktionalität gespart, die den Motor beispielsweise an der roten Ampel selbsttätig ausschaltet. Der Segelbetrieb erlaubt es auch bei höheren Geschwindigkeiten, den Verbrennungsmotor auszuschalten und abzukoppeln, um emissionsfrei dahinzugleiten. Intelligente Software ermöglicht ein schnelles, für den Fahrer aber unmerkliches Wiederstarten des Verbrennungsmotors.

„Tanken“ an der Steckdose

Die Entwicklung, so Czerny, konzentriert sich bei den elektrischen Antrieben auf die Optimierung aller Systemkomponenten, insbesondere auf leistungsstarke Lithium-Ionen-Akkus, die gewonnene Bremsenergie speichern können oder auch per Steckdose aufladbar sein werden. Dies führt künftig zu sogenannten Plug-in-Hybridmodellen. „Dies ist ein sehr chancenreiches Konzept, da sich damit alle Anforderungen der Autofahrer abdecken lassen“, sagt Czerny: ein kompakter und kostengünstiger Akku für Stadtfahrten per Elektroantrieb sowie zusätzlich ein Benzin- oder Dieselmotor, mit dem sich auch längere Strecken bewältigen lassen.

Sprit sparen mit Elektro-Mobilität

Im Vergleich zu konventionellen Antrieben kann der Hybrid bis zu 30 Prozent Kraftstoff sparen. Notwendig sind dafür mehrere Komponenten, wie sie beispielsweise Bosch entwickelt und fertigt: Herzstücke sind die Hochvolt-Batterie sowie der Elektromotor, der neben dem Verbrennungsmotor das Fahrzeug antreibt. Ein regeneratives Bremssystem wandelt Bremsenergie in elektrische Energie um, die in der Batterie gespeichert wird. Das Gehirn des Systems ist eine spezielle Leistungselektronik, die die Energieströme in Hybridfahrzeugen steuert.

Die Zukunft fährt elektrisch